VITA PURA - Jens Böhme - Telefon +49 3583 691 291 - Funk 0177 449 7296
Mehrere Jahre versuchte ich, mein Körpergewicht in Proportion zu meiner Körpergröße zu bringen. Dauerhafte Erfolge hatte ich dabei nicht. Nach zehn Jahren war ich im Wesentlichen nicht viel weiter gekommen. Wichtig waren für mich die Erfahrungen, die ich dabei gesammelt hatte und das theoretische Wissen, welches ich mir in dieser Zeit aneignete. Ich lernte, wie mein Körper auf bestimmte Dinge reagierte und konnte gewisse Zusammenhänge erkennen. Selbst negative Erfahrungen waren dabei recht nützlich, immerhin wusste ich danach, welche Dinge nicht zum gewünschten Erfolg führen.
Nach intensivem Literaturstudium über Ernährung und den gesammelten Erfahrungen beschloss ich ein neues Programm zusammenzubasteln. In der Zwischenzeit wusste ich über die Zusammenhänge von Alkohol und Fettabbau besser Bescheid. Ich musste also das Trinken vollständig aufgeben, denn auch nur kleine Mengen können bestehende Erfolge gefährden. Die totale Abstinenz gestaltete sich nicht ganz einfach. Zu Anfang gehörte ein starker Wille dazu. Innerlich war die Bereitschaft dafür da. Ich hatte ein klares Ziel vor Augen und kannte den Weg in groben Zügen.
Diesmal wollte ich es schaffen und meinen Körper in eine annehmbare Form bringen. Wohlfühlen in der eigenen Haut stand dabei mit im Vordergrund. Schon einmal war Willensstärke von mir gefordert, als ich vor einigen Jahren das Rauchen von einem auf den anderen Tag aufgab. Obwohl ich ein starker Raucher war und mühelos zwei Schachteln Zigaretten am Tag konsumieren konnte, schaffte ich den endgültigen Verzicht. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, auf gleiche Art und Weise einen Schlussstrich unter das Thema Alkohol zu ziehen. Bis zum heutigen Tag, während ich diese Zeilen schreibe, bin ich ohne Ausnahme dabei geblieben und habe seitdem keinen Schluck mehr getrunken. Natürlich hört sich das einfach an, plötzlich eine Gewohnheit zu beenden. Nicht nur der persönliche innere „Schweinehund“ ist zu überwinden, sondern auch das Umfeld, in dem wir leben und die Mitmenschen beeinflussen teilweise unser Handeln. Dass ich plötzlich bei Feierlichkeiten weder Bier noch Likör trank, konnte im Familien- und Freundeskreis anfänglich niemand verstehen. Ich bezeichnete diese Abstinenz als einen Versuch, einige Zeit ohne Alkohol auszukommen. Für mich war es schon eine mächtige Umstellung. In geselliger Runde nur bei Wasser und Säften zu sitzen, entsprach ganz und gar nicht meinen Gewohnheiten.
Mit der Zeit wuchs auch bei Freunden und Familienmitglieder das Verständnis für meine Umstellung. Während der Entwöhnung stieg mein Kaffeekonsum beträchtlich, sozusagen als Ersatzdroge für den fehlenden Alkohol. Darüber machte ich mir damals noch keine Sorgen. Außerdem hatte ich gehört, dass Koffein die Fettverbrennung günstig beeinflussen soll. Allerdings muss der Kaffee ohne Zucker und Sahne getrunken werden. Morgens vor dem Radfahren einen Kaffee auf nüchternen Magen – mein Körper hat das sogar ausgehalten. In Fragen der Ernährung setzte ich wieder auf kalorienarme Kost, ballaststoffreich und fettarm musste Sie sein...... Ob ein Nahrungsmittel wenige oder viele Kalorien hat, wenn wir es unserem Körper zuführen, ist nur ein rein rechnerischer Zahlenwert. Wichtig ist, wie der Organismus die Nahrung verdauen kann und die aufgespalteten Nährstoffe für ihn verwertbar sind. Es kommt immer vorrangig auf die Qualität der Lebensmittel an, die Menge spielt dann eine untergeordnete Rolle.
Natürlich können Sie sich nicht den Bauch „voll stopfen“, bis nichts mehr hinein geht. Essen bis zum Sättigungsgefühl ist wichtig und keinen Bissen mehr. Das musste ich damals noch lernen und gerade hier lag meine größte Schwäche. Maßhalten beim Essen war immer schon ein Problem. Mit eisernem Willen habe ich das eine Zeit lang geschafft. Doch noch immer arbeiteten im Unterbewusstsein die alten Verhaltensmuster, welche vor Jahrzehnten gespeichert wurden. Von diesen Dingen hatte ich zur damaligen Zeit noch keine Ahnung und somit beeinflussten gerade diese negativen Muster aus dem Untergrund meine rationalen Bestrebungen nach einer effektiven Ernährung.







